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Wer nach außen schaut, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht.
C.G. Jung

Was ist Psychotherapie?  - Eine Erklärung

Der Begriff „Psychotherapie“ stammt aus dem Altgriechischen. Die ursprüngliche Bedeutung meint sinngemäß " den ganzen Menschen, das heißt seine Seele, sein Gemüt, seinen Verstand, seine Lebenskraft zu unterstützen, zu heilen, zu pflegen und auszubilden". 


Psychotherapie ist im Gesundheitsbereich ein eigenständiges Heilverfahren für die Behandlung von psychischen, psychosozialen und psychosomatisch bedingten Leidenszuständen.


Sie findet in der Beziehung zwischen der Psychotherapeutin bzw. dem Psychotherapeuten und der Klientin bzw. dem Klienten statt.


Eine vertrauensvolle Beziehung bildet die Basis, auf der Heilung erfolgen kann.


Bei welchen Problemen hilft Psychotherapie?

 

Eine psychotherapeutische Behandlung kann dann hilfreich sein, wenn seelische Leidenszustände und Probleme alleine, oder mit Hilfe von Freunden nicht mehr bewältigt werden können.


  • * Ängste, die die Lebensqualität einschränken
  • * Belastende Zwangsgedanken oder – handlungen
  • * Depressionen
  • * Abhängigkeit von z.B. Alkohol, Medikamenten, Essen, Drogen, Spielen
  • * Psychosomatische Erkrankungen oder funktionelle Störungen
  • * (chronische) Schmerzen
  • * belastendende Lebenssituationen und Lebenskrisen, durch Krankheiten, Verlusterfahrungen,  
  •    traumatische Erlebnisse oder Anderes
  • * Probleme und Krisen in der Partnerschaft, in der Familie oder im beruflichen oder privaten Umfeld

Über Hypnose

Hypnose blickt auf eine fast 4000 Jahre alte Geschichte zurück. Bereits frühe Kulturen verwendeten Hypnose als Bestandteil von heilenden Ritualen. Der Begriff Hypnose steht für veränderte Bewusstseins- und Trance-Zustände, wie sie seit vielen tausend Jahren im Yoga und in anderen Meditationstechniken verwendet werden.

Hypnose ist die älteste und natürlichste Heilweise überhaupt. Die erste Aufzeichnung einer Hypnoseinduktion stammt aus dem alten Ägypten von vor rund 500 v. Chr. Im 2. Jahrhundert n. Chr. erfolgt die wissenschaftliche Begründung des sogenannten "Tempelschlafes" durch den römischen Arzt Galen.

Erst im 17. Jahrhundert entdeckt der Wiener Arzt Franz Anton Messner die Hypnose wieder und nennt sie 'magnetisches Heilen'. Seine Technik wird bald als 'Mesmerismus' bekannt.

Der Begriff Hypnose wird erstmals 1843 von James Braid verwendet. Im 19. Jahrhundert – also vor der Einführung von Lachgas für die Narkose – ist Hypnose eine der wenigen Möglichkeiten zur Schmerzbekämpfung.


Hypnose heute

Heute ist die Hypnosepsychotherapie eine eigenständige psychotherapeutische Methode, mit der sich alle Arten und Schweregrade von psychischen Störungen behandeln lassen – soweit diese generell durch psychotherapeutische Maßnahmen behandelbar sind.

In der Hypnosepsychotherapie nimmt das Arbeiten mit der hypnotischer Trance, eine zentrale Rolle ein.

Weitere wichtige Elemente sind: die auf Vertrauen aufbauende therapeutische Beziehung und die Einbeziehung unbewusster Inhalte und Prozesse in das therapeutische Denken und Handeln.

Der Mensch wird in seinem entwicklungs- und lerngeschichtlichen, systemischen und zukunftsorientierten Rahmen gesehen.

Die Erkenntnisse der Tiefenpsychologie, insbesondere der psychoanalytischen Entwicklungspsychologie, der Neurosenlehre, Objektbeziehungstheorie, Ich-Psychologie, Selbst-Psychologie u.a., der Lerntheorie, sowie die systemische Sichtweise liefern das Verständnis sowohl für die Ätiologie von Störungen und Leidenszuständen als auch für die Zielrichtung psychotherapeutischen Handelns.

Als übergeordnetes Prinzip gilt die Orientierung an gesunden Anteilen des Patienten mit einem Nutzen und Ausbauen von Ressourcen.

Mittels ressourcen- und lösungsorientiertem Vorgehen wird an einer Vielzahl von neurotischen Symptomen und Störungen gearbeitet. Gleichzeitig wird die Tiefendimension mit der Behandlung unbewusster Konflikte und Defizite, die auf frühere (Beziehungs-) Erfahrungen zurückzuführen sind, wirksam. Die therapeutische Beziehung und die Arbeit an der Übertragung bilden in dieser Hinsicht die Basis für psychische Weiterentwicklung und Reifung.


Hypnose als Psychotherapie

Hypnose als Psychotherapie wird erfolgreich eingesetzt z.B. bei :

* Depressionen

* allen Arten von Ängsten

* bei Panikattacken

* Zwängen

* psychosomatischen Leiden

* bei akuten und chronischen Schmerzen 

* Schlafstörungen

* Sprachstörungen

* Essstörungen,

* Abhängigkeiten - z.B. Raucherentwöhnung

* psychisch bedingten sexuellen Funktionsstörungen. 

* akute seelische Belastungsreaktionen bei schwer zu verkraftenden Erlebnissen oder   

  Lebensumständen

* Aufarbeitung traumatischer Erlebnisse

* emotionale Störungen und Verhaltensauffälligkeiten

* Leistungsstörungen / Erschöpfungszustände


Hypnosepsychotherapie findet üblicherweise in einer Frequenz von 1-2 Stunden pro Woche statt. Es wird im Einzelsetting, mit Paaren und mit Gruppen gearbeitet. 
Hypnosepsychotherapie wird als Langzeittherapie, als Kurztherapie oder fokussiert zur Krisenintervention eingesetzt